Übersicht des Vorhabens EcoMaT

In einer Zeit immer kürzerer Produktlebenszyklen spielen Hochleistungswerkstoffe und innovative Materialien, z. B. verstärkte Kunststoffe, technische Keramiken, Naturstoffe sowie Oberflächen und Beschichtungen, neuartige Pulver und Schäume wie auch Nanokomposite und Smart Materials eine immer größere Rolle. Aber auch herkömmliche Werkstoffe wie Stahl, Eisen oder Aluminium bergen nach wie vor anwendungsbezogen ein großes Optimierungs- und Entwicklungspotenzial in sich.
"Neue Materialien" mit definierter Einstellung der Materialkennwerte sowie mit materialspezifischen Herstellungsprozessen eröffnen Möglichkeiten für Produktivitätssteigerungen und Umweltentlastungen. Innovationen und auch rechtliche Rahmenbedingungen stellen darüber hinaus immer wieder neue Anforderungen an die eingesetzten Materialien, - und das in vielen Anwendungsgebieten und unterschiedlichen Branchen.

entwurf

Zur Bündelung der in Bremen vorhandenen Kompetenzen von Wirtschaft und Wissenschaft im Bereich innovativer Materialien und Oberflächentechnologie wird in der Airport-Stadt Bremen das Technologiezentrum EcoMaT entstehen. EcoMaT steht für “Center for Eco-efficient Materials & Technologies” und ist in direkter Nachbarschaft zum Bremer Flughafen und zu wichtigen industriellen Partnern. Unter einem Dach sollen rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam forschen und entwickeln.

kompetenzen Im EcoMaT wird sich dem Thema Leichtbau als Zukunftstechnologie in seiner ganzheitlichen Systemrelevanz durch interdisziplinäre und intersektorelle Zusammenarbeit angenommen. Dabei werden Technologien von einer anwendungsorientierten Perspektive aus als System betrachtet und analysiert. Leichtbau befasst sich zum einen mit der Frage des effizienten und effektiven Einsatzes von Werkstoffen und der Entwicklung neuer Materialien. Zum anderen werden Themen wie die Gestaltung von Produkten und Segmenten durch die Integration neuer Materialeigenschaften, durch die Konvergenz von Werkstoffen und Sensorik sowie durch materialgerechtere Bauweisen in den Vordergrund gerückt. Der anwendungsorientierte Fokus beinhaltet somit auch die zugehörigen Prozesse und die Integration der technologischen Erkenntnisse in Fertigungsverfahren.

interdisziplinaer
Durch kurze Wege und gemeinsame Projekte werden die Innovationsprozesse beschleunigt und können bereits in einem frühen Entwicklungsstadium branchenübergreifend Verwendung finden. Zudem bietet die Nähe auch die Möglichkeit Laboreinrichtungen und das Technikum gemeinschaftlich zu nutzen, was zum einen erhebliche Kosten spart und zum anderen die Möglichkeit für gemeinsame Anschaffung bietet, die sich die einzelnen Partner so nicht leisten würden.

innovationNeben dem Mehrwert des Austauschs über Fachinhalte und des Verständnisses der Bedarfe aus Wissenschaft und Wirtschaft, bietet eine im Kontext des Technologiezentrums langfristig ausgelegte Partnerschaft auch Synergien im Bereich der Lehre und Ausbildung. Die aus den F&E-Aktivitäten abgeleiteten Ergebnisse fließen nicht nur in zukünftige Produkte und Anwendungen, es lassen sich hieraus auch Qualifizierungs- und Personalbedarfe für die Zukunft ableiten, die gemeinsam durch Wirtschaft und Wissenschaft am Standort Bremen sichergestellt werden können. Zudem bietet das Leuchtturmprojekt EcoMaT auch den Vorteil der effektiveren gemeinsamen Außendarstellung. Dies gilt sowohl für in dem Technologiezentrum integrierte KMU als auch für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Bremen in Gänze. Für die Förderung von innovativen Projekten stehen insbesondere Bremer KMU das gesamte Instrumentarium der Wirtschaftsförderung Bremen und der Bremer Aufbau-Bank zur Verfügung.

Weiterführende Informationen zur Projektförderung in Bremen finden Sie hier.